Meet Vanessa Toth — Hochzeitsfotografin aus Frankfurt. Seit Jahren dokumentiert sie die intimsten Momente im Leben anderer. Als sie selbst heiratete, trat sie an ihren eigenen Look genauso heran wie an ihre Arbeit: mit Klarheit, ohne Überfluss. Im Gespräch erzählt sie, wie sie ihren Look in zehn Wochen zusammengestellt hat — und was dabei den Unterschied gemacht hat.
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Fotografie: Theresa Dehmer
Wann hast du angefangen, dir Gedanken darüber zu machen, was du an deinem Hochzeitstag tragen möchtest?
Wenn man selbst in der Branche arbeitet, sieht man einfach viel. Man entwickelt sehr früh ein Gefühl dafür, was man selbst als Braut tragen würde, wenn es soweit ist. Als die Hochzeit dann feststand, musste ich also gar nicht mehr lange überlegen. Ich wusste es einfach.
Wie war die Erfahrung, ein Kleid zu suchen — und war es so, wie du es dir vorgestellt hast?
Überraschend unkompliziert, ehrlich gesagt. Wir hatten nur 10 Wochen Zeit für die gesamte Planung, also habe ich mir meinen Look komplett online zusammengesucht. Und am Ende kam trotzdem genau das raus, was ich im Kopf hatte.
Hattest du von Anfang an eine klare Vorstellung von deinem Stil, oder hat er sich erst unterwegs gefunden?
Ziemlich klar, ja. Kein Tüll, kein Volumen, keine Prinzessin. Ich wollte etwas Cleanes und Elegantes.
Woran hast du gemerkt, dass es das richtige Kleid ist?
Ich bin ein paar Meter damit gelaufen und wusste es sofort. Kein Kostüm-Gefühl, sondern: bewegen, atmen, ich selbst sein.

Wie würdest du dich als Braut beschreiben — und hat die Hochzeitsplanung dein Bild davon verändert?
Ruhig mit klarem Geschmack. Und nein, die Planung hat mich eigentlich nur bestätigt: Weniger ist bei mir wirklich mehr.
Was war der am meisten unterschätzte Teil, den gesamten Look zusammenzustellen?
Wie wichtig die Frisur für so ein Kleid ist. Der sleeke Bun war keine Option, sondern eine Notwendigkeit, damit der Rücken und die Ohrringe die ganze Aufmerksamkeit bekommen.
Das Kleid kommt meistens zuerst. Was hat deinen Look am Ende wirklich vervollständigt?
Ja, ganz klar die Ohrringe. Eine einzelne Signature Pearl an einer feinen Kette, die sich bei jeder Bewegung mitbewegt hat. Genau das hat dem reduzierten Look das Besondere gegeben — und ehrlich gesagt schöner, als ich es mir je hätte vorstellen können.

Gab es ein bestimmtes Stück, das das gesamte Bild verändert hat?
Ich denke das Cape. Dieser leichte Stoff hat sich über den Rücken gelegt und bei etwas Wind für fließende Bewegungen gesorgt. Es war das Detail, das dem Look erst diese Leichtigkeit gegeben hat.
Wie würdest du deinen Hochzeits-Stil in wenigen Worten beschreiben?
Clean, elegant und feminin, ohne laut zu sein.
Was möchtest du am meisten davon in Erinnerung behalten?
Dass ich mich leicht gefühlt habe. Nicht overstyled, nicht verkleidet — einfach ich, nur ein bisschen more glowy.

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Eindrücke